Draufsicht direkt nach der Operation
rehaar®

Post-OP Anweisungen

Das müssen Patienten beachten

Leitfaden zur Nachbereitung

Ein bestmögliches Ergebnis einer Haar-Rekonstruktion nach rehaar®, hängt nicht nur von dem erfolgreichen Eingriff ab, sondern erfordert auch ein korrektes Verhalten seitens der Patientinnen und des Patienten.

Planungsablauf

Tag 1 nach der Behandlung

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft!

Legen Sie den Fokus zunächst auf Erholung und üben Sie keine sportlichen oder belastenden Tätigkeiten aus, die zum Schwitzen führen könnten. Eine gute Alternative sind Spaziergänge an der frischen Luft. Ein Aufenthalt für eine halbe Stunde täglich in der Sonne, fördert den Heilungsprozess aber ein Sonnenbrand muss unbedingt vermieden werden. Bereits behandelte Bereiche dürfen nicht angefasst werden. Sorgen Sie dafür, dass Sie die behandelten Flächen regelmäßig und ausgiebig mit Kochsalzlösung besprühen. Wir versorgen Sie dafür mit einer ausreichenden Menge.

Folgende Medikamente, Nahrungsmittel, etc. dürfen wieder wie gewohnt eingenommen werden:

  • Alle Schmerzmittel
  • Enzyme
  • Alle Multivitaminpräparate, auch Vitamin B oder E
  • Alle Proteine (Eiweißpulver) L-Arginin, L-Lysin, L-Citrullin
  • Muskelrelaxanzien
  • Alle Blutdruck senkende Mittel
  • Nasensprays
  • Alle homöopathischen Mittel und Beruhigungsmittel

Tag 2 – 10 nach der Behandlung

Sie dürfen keine Mütze oder Ähnliches tragen, bis die Grafts wirklich fest im Gewebe verankert sind. Mithilfe unserer innovativen Behandlungsmethode nach rehaar®, machen wir den Eingriff für das ungeschulte Auge bestmöglich unsichtbar. Beim Heilungsprozess entsteht Wundwasser, das die Grafts verkapselt. Damit dieser Prozess möglichst eingedämmt wird, sollten Sie die Kochsalzlösung ausgiebig und regelmäßig verwenden.

Bei Nichtbeachtung dieser Regel kann das Wundwasser beim Tragen einer Mütze eintrocknen und mit dieser verkleben. Das passiert leider sehr schnell und beim Abnehmen der Mütze besteht die Gefahr, dass die verklebten, verkrusteten Bereiche, inkl. der frisch implantierten Grafts, wie mit einer Pinzette ausgezupft werden. Diese Grafts sind dann für einen erneuten Versuch der Transplantation auch nicht mehr wiederverwendbar. In manchen Fällen kann eine Mütze allerdings nach Absprache mit uns, je nach Heilungsprozess und Wundwasser-Produktion,  innerhalb der 10-Tage-Frist getragen werden.

Bitte verzichten Sie auf Solarium -oder Saunabesuche.

Sie sollten in den nächsten 10 Tagen – am besten zweimal täglich – für 20 Minuten baden.

So gehen Sie vor:

  • Badewanne mit Wasser in einer angenehmen Temperatur füllen (optional mit Badezusatz)
  • Mit Ohrstöpsel baden, damit kein Wasser ins Ohr gelangen kann (Ohrenentzündungen können so vermieden werden)
  • Den Kopf immer wieder eintauchen oder bestenfalls unter der Wasseroberfläche belassen. Für die Atmung befinden sich Mund und Nase dabei über der Wasseroberfläche, so dass die implantierten Bereiche komplett von Wasser umgeben sind
  • Nach ca. 20 Minuten in einem Becher etwas Shampoo und Wasser mit dem Finger verrühren, damit eine Lauge entsteht
  • Diese Lauge über den Kopf gießen und einige Minuten einwirken lassen
  • Anschließend mit einigen Bechern klarem Wasser abspülen
  • Nach dem Bad und Abtrocknen den Kopf weiterhin mit Kochsalzlösung besprühen und an der Luft trocknen lassen
  • Keine Handtücher oder irgendetwas an den Kopf kommen lassen
  • Diese Prozedur in den nächsten zehn Tagen idealerweise zweimal täglich wiederholen

Tag 11 nach der Behandlung

Gratulation, Sie haben nun die wichtigsten Maßnahmen nach dem Eingriff erfolgreich abgeschlossen!

Heute werden die Krusten gelöst.

Badeanleitung:

Die ersten 15 Minuten sollten Sie die transplantierten Bereiche unter die Wasseroberfläche eintauchen. Nachdem die Krusten durch das Wasser aufgeweicht wurden, werden die transplantierten Bereiche mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen einshampooniert. Durch diesen Vorgang lösen sich die meisten Krusten. Wichtig: Mit den Krusten werden sich auch ebenfalls einige Haare lösen. Das ist ein normaler Prozess, denn die neu transplantierten Stammzellen, bzw. Grafts, gewährleisten das Wachstum neuer Haare. Zum Schluss spülen Sie den Kopf mit klarem Wasser gründlich ab.

Bitte beachten: Lösen Sie entstandene Krusten nicht selbst ab und kratzen Sie die Stellen keinesfalls auf!

Im weiteren Verlauf der nächsten Tage sollten sie beim Einshampoonieren den Massagedruck kontinuierlich erhöhen, so dass nach 13 bis 14 Tagen alle Krusten verschwunden sind. Zum Abtrocknen dürfen Sie ein Handtuch verwenden aber reiben Sie damit nicht über Ihre Kopfhaut.

Weitere wichtige Informationen

Falls doch Schwellungen auftreten sollten, können Sie diese reduzieren, in dem Sie den Kopf zur Nachtruhe in einer etwas erhöhten Position (45°) positionieren, bis die Schwellungen verschwunden sind.

Achten Sie bitte auf eine ausreichende Wasserversorgung, gehen Sie spazieren und halten Sie sich vornehmlich in frisch gelüfteten und kühlen Räumen auf. Wärme bzw. Hitze und Stress können Schwellungen fördern.

Die neu implantierten Haare werden in der Regel nach drei bis vier Wochen planmäßig ausfallen. Bitte beachten Sie: Es befindet sich oft gelbes bzw. weißes Gewebe am oberen Rand bzw. die Haare sehen wie die Hockey-Schläger aus.

Es handelt sich nicht um die Stammzellen, denn diese können sich nur in Verbindung mit Blutungen lösen.
Rötung am Empfängerbereich und unebene Hautareale sind normal. Sie können je nach Hauttyp länger andauern.

Der Heilungsprozess wird sich im Laufe der Zeit beschleunigen.

In der ersten Woche ist jegliche sportliche Aktivität untersagt. Sie dürfen ab der zweiten Woche Non-Contact-Sportarten wie z.B. Joggen oder Radfahren betreiben.

Vermeiden Sie aber möglichst eine intensive Schweißbildung, da an den transplantierten Bereichen sonst Entzündungen entstehen können. Alle Kontaktsportarten, wie beispielsweise Boxen oder Krafttraining mit Gewichten sind in den ersten 2 Wochen untersagt.

Leichtes Schwitzen ist akzeptabel und es kann, unter Beachtung des postoperativen Zeitraumplanes, gebadet bzw. auch vorsichtig geduscht werden.

Nach drei bis sechs Monaten beginnen die neu transplantierten, zunächst sehr feinen Haare zu wachsen. Im Laufe der Zeit gleichen sich die neuen Haare mehr und mehr ihren ursprünglichen Eigenschaften an.

Bitte beachten Sie: In der nächsten Zeit sollten Sie Geduld aufbringen und versuchen sich in dieser Zeit weniger mit den Haaren zu beschäftigen, denn ein Ergebnis liegt in der Regel erst nach 12 Monaten vor.

Bitte beachten Sie zudem: Gegebenenfalls können sich in diesem Zeitraum an den neu implantierten Bereichen Zysten entwickeln. Dabei drehen sich die Haare beim Wachsen nach innen und infizieren diesen Bereich. Das ist optisch vergleichbar mit eitrigen Pickeln. Solche Infektionen müssen unbedingt behandelt werden.

Behandeln Sie die betroffenen Regionen wie folgt:
Reinigen Sie die Stellen behutsam mit einer desinfizierenden Seife auf Jodbasis. Danach sollten Sie die Zysten mithilfe eines Stichs, einer sterilen Injektionsnadel, vorsichtig öffnen. Vermeiden Sie zu starken Druck an der Stelle und bearbeiten Sie den Bereich nur so lange, bis etwas Blut sichtbar wird. Ziehen Sie das Haar, mithilfe der Nadel, vorsichtig heraus und richten Sie es auf, damit das Haar weiter wachsen kann. Danach reinigen Sie die behandelte Stelle mit Kochsalzlösung.

In den nächsten zwei Wochen sollten Sie den Kopf schonen. Dieser Zeitraum ist die kritische Phase, weil die implantierten Grafts ggf. noch fragil sind.

Vermeiden Sie jegliche Stöße mit Ihrem Kopf und schützen Sie den transplantierten Bereich in den ersten 4 Monaten vor einer direkten Sonneneinstrahlung, die eine Dauer von 30 Minuten überschreitet. Schützen Sie die Gebiete gegebenenfalls mit einer Kopfbedeckung, wie einem Hut oder einer Mütze.

Besonders in den Nächten der ersten zwei bis drei Wochen können die Entnahmebereiche sensibel reagieren und Schmerzen verursachen. Gängige Schmerztabletten sind nach Notwendigkeit und Verträglichkeit selbstverständlich erlaubt.

Ein Friseurbesuch ist zwei Wochen nach der Behandlung möglich.

Bei der Verwendung von Haarfärbemitteln muss mit besonders hautschonenden Substanzen gearbeitet werden.

Dauerwellen, Glätten, Flechten, porenverstopfendes Schütthaar, das Kleben von Fremdhaar oder andere Maßnahmen, die zu einem mechanischen Haarausfall führen, können die transplantierten Haare schädigen und zum Totalverlust führen.

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